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Aufklärungsprogramm für Schulen und Studenten Drucken
„Schizophrenie: die Krankheit verstehen“ – ein Aufklärungsprogramm für Schüler und Studenten

Vorurteile und negative Sichtweisen in Bezug auf alles, was mit psychischen Erkrankungen zu tun hat, behindern nicht nur die soziale Integration Betroffener und führen zu Benachteiligung, sie behindern auch die Behandlung der Erkrankung und die Genesung.

Im Rahmen der – von der World Psychiatric Association gestarteten – Aufklärungskampagne „Schizophrenie hat viele Gesichter“ wurde in Informationsveranstaltungen für SchülerInnen der Oberstufe und für MedizinstudentInnen die Diskriminierung von psychisch Kranken thematisiert. Dabei wurden auch Personen einbezogen, die selbst von Schizophrenie betroffen waren.

Eine Evaluierung der Projekte sollte klären, ob diese Veranstaltungen eine Einstellungsänderung und Verringerung der sozialen Distanz bewirken. Weiters wurde untersucht, ob die Einbeziehung von selbst Betroffenen in den Unterricht die Einstellung stärker positiv verändert, als wenn die Information ausschließlich durch ExpertInnen vermittelt wird.

Ergebnisse der Untersuchung zeigten bei den StudentInnen und SchülerInnen: Reine Wissensvermittlung ohne Kontakt zu einer von Schizophrenie betroffenen Person reicht nicht aus, um Einstellungen nachhaltig zu ändern. Eine Verringerung der sozialen Distanz und die Bereitschaft zu sozialem Handeln sind mehr durch gefühlsmäßige Einstellungen als von Wissen bestimmt. Informationen von Betroffenen „aus erster Hand“, das persönliche Gespräch, eine persönliche Begegnung mit Betroffenen, die von der Krankheitssymptomatik genesen sind, gewährleisten die notwendige emotionale Bezugnahme, korrigieren vorhandene stereotype Vorstellungen und machen „begreifbar“, dass psychische Erkrankungen behandelbar sind.


Wenn Sie mehr über dieses Programm wissen möchten, kontaktieren Sie bitte:
U. Meise oder A. Ibelshäuser:
Gesellschaft für Psychische Gesundheit
Karl-Schönherr-Strasse 3
6020 Innsbruck
http://www.gpg-tirol.at

 
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