Tipps für Betroffene Drucken
Einige ausgewählte praktische Tipps für an Schizophrenie Erkrankte

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Schizophrenie ist eine Erkrankung wie Lungenentzündung, Bluthochdruck oder Diabetes. Schizophrenie ist eine Erkrankung, die meist gut behandelbar ist.
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Sie sind nicht schuld an Ihrer Erkrankung! Auch Ihre Familienmitglieder und Freunde tragen keine Schuld an Ihrer Erkrankung.
 o Informieren Sie sich über Schizophrenie! Nur gut informierte Betroffene sind mündige Partner in der Behandlung. Ärzte und andere Betreuer können Ihnen kompetent Auskunft geben. Meist können sie Ihnen auch Bücher oder Broschüren empfehlen. Wenn spezielle Gruppen angeboten werden, um Informationen über die Krankheit zu bekommen („Psychoedukationsgruppen“), nützen Sie dieses Angebot!
 o Medikamente und psychosoziale Therapien (z.B. Psychotherapie) sind wichtig für eine gute Prognose und können Rückfälle vermeiden! Für die meisten Kranken sind beide Formen der Behandlung wichtig. Medikamente können nicht durch Psychotherapie ersetzt werden – und Psychotherapie kann nicht durch Medikamente ersetzt werden.
 o Wenn Sie Fragen über die Behandlung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder einen Ihrer Therapeuten 
 o Manche Medikamente können Nebenwirkungen haben. Manchmal kann es aber passieren, dass man Nebenwirkungen der Medikamente und Symptome der Krankheit verwechselt. Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber, damit Sie selbst Bescheid wissen. (Außerdem haben die neuen Entwicklungen im Bereich der Medikamente viele Vorteile gebracht.)
 o Wenn Nebenwirkungen auftreten, sagen Sie es Ihrem Arzt. Setzen Sie bei Nebenwirkungen Ihr Medikament nicht einfach ab. Ihr Arzt kann meist etwas gegen die Nebenwirkungen tun (z.B. Änderung der Dosis oder der Medikamente) 
 o Nicht jede Psychotherapie ist für Schizophrenie geeignet. Ihr Arzt kann Sie bei der Auswahl der Psychotherapie beraten.
 o Versuchen Sie die Frühwarnzeichen für einen Rückfall zu erkennen – dabei kann Ihnen Ihr Arzt behilflich sein.
 o Wenn Frühwarnzeichen für einen Rückfall auftreten, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt auf. Versuchen Sie (in stabilen Zeiten) mit Ihrem Arzt einen „Krisenplan“ zu erstellen, was Sie selbst tun können, wenn es Ihnen wieder schlecht geht.
 o Informieren Sie sich, wo Sie sich in einem Krisenfall (auch nachts oder am Wochenende) hinwenden können. Schreiben Sie sich diese Adresse und Telephonnummer auf und heben Sie diesen Zettel an einem Platz auf, wo Sie ihn leicht finden.
 o Einige Adressen für Krisenfälle finden Sie hier.
 o Überforderung und Stress können zu Krankheitsrückfällen führen. Versuchen Sie mit Ihrem Arzt oder Psychotherapeuten zu erarbeiten, was bei Ihnen zu Überforderung und Stress führt. Dann können Sie diese besonderen Belastungen vermeiden.
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Manchmal neigt man dazu, sich in die eigene Wohnung zurückzuziehen und den Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden. Wenn ein solcher Rückzug länger dauert, kann das schlecht für Ihre Lebensqualität sein und auch zu Krankheitsrückfällen führen. Versuchen Sie mit Ihrem Arzt oder Psychotherapeuten das richtige Maß an Aktivitäten zu erarbeiten.
 o Nützen Sie Dinge, die Sie von Ihren Symptomen ablenken. Vielleicht tun Ihnen Aktivitäten wie Spazieren gehen, Sport oder Lesen gut. Vielleicht gibt es in Hilfseinrichtungen oder Selbsthilfegruppen Angebote, die Sie als hilfreich empfinden.
 o Alkohol und Drogen haben einen negativen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und können Rückfälle auslösen. Seien Sie im Umgang mit Alkohol und Drogen vorsichtig – oder meiden Sie Alkohol und Drogen überhaupt!
 
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