Tipps für Angehörige Drucken
Einige ausgewählte praktische Tipps für Angehörige 

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Informieren Sie sich über Schizophrenie! Die Ärzte und andere Betreuer des Patienten können Ihnen hier kompetent Auskunft geben. Meist können sie Ihnen auch Bücher oder Broschüren empfehlen. Wenn spezielle Gruppen angeboten werden, wo Sie Informationen über die Krankheit bekommen („Psychoedukationsgruppen“), nützen Sie dieses Angebot!
 o Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an die Betreuer des Patienten.
 o Sprechen Sie über Ihre Sorgen und Befürchtungen mit den Betreuern des Patienten. Wenn eine Angehörigen-Runde angeboten wird, nützen Sie dieses Angebot!
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Wenn jemand an Schizophrenie erkrankt ist, kann es in akuten Phasen sein, dass er auf die Hilfe der Familienmitglieder angewiesen ist. Längerfristig können die meisten Kranken aber ohne Hilfe oder nur mit wenig Hilfe der Familie auskommen.

 o Die Familienmitglieder sind nicht an der Entstehung der Schizophrenie schuld! Lassen Sie sich nicht von anderen ein schlechtes Gewissen machen!
 o Jemanden mit einer schweren psychischen Erkrankung in der Familie zu haben, kann sehr viel Kraft kosten. Manche Familienmitglieder versuchen dem Betroffenen möglichst viele Belastungen abzunehmen. Das kostet sehr viel Energie. Vergessen Sie nicht auf Ihre eigenen Bedürfnisse! Mit Ausnahme von Akutsituationen soll sich nicht alles um die Krankheit drehen!
 o Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, haben oft eine verminderte Belastbarkeit. Respektieren Sie die Grenzen der Belastbarkeit. Auch kleine Schritte sind bereits ein Erfolg!
 o Schizophrenie ist eine Erkrankung, die meist gut behandelbar ist.
 o Medikamente und psychosoziale Therapien (z.B. Psychotherapie) sind wichtig für eine gute Prognose und können Rückfälle vermeiden! Für die meisten Kranken sind beide Formen der Behandlung wichtig. Medikamente können nicht durch Psychotherapie ersetzt werden – und Psychotherapie kann nicht durch Medikamente ersetzt werden.
 o Versuchen Sie die Frühwarnzeichen für einen Rückfall zu erkennen – dabei können Ihnen die Betreuer des Kranken behilflich sein. Wenn Frühwarnzeichen für einen Rückfall auftreten, teilen Sie Ihre Beobachtung dem Kranken mit.
 o Wenn Sie eine Behandlung für nötig halten, sagen Sie das dem Kranken auf ruhige, aber klare Art. Nehmen Sie den Kranken und seine Einschätzungen ernst, aber teilen Sie ihm Ihre Ansichten und Überlegungen mit. Versuchen Sie dabei, nicht zu intensive Gefühle zu äußern.
 o Informieren Sie sich, wo Sie sich in einem Krisenfall hinwenden können – einige Adressen finden Sie hier.
 o Schizophrenie ist keine Schande, sondern eine Erkrankung wie Lungenentzündung, Diabetes oder Bluthochdruck.
 o Nehmen Sie Kontakt zur Angehörigen-Selbsthilfe-Organisation HPE auf! Die HPE hat Gruppen in allen Bundesländern. Genauere Informationen können Sie hier erhalten:
HPE-Österreich
Bernardgasse 36
1070 Wien
Tel.: 01 - 526 42 02
e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
Homepage: http://www.hpe.at

Einige Tipps, die von Angehörigen selbst erstellt wurden, finden Sie unter „Zehn Anhaltspunkte für Angehörige" (http://www.hpe.at/sitex/index.php/page.245)  

 
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