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Selbständige Entscheidung Drucken
Sind Menschen, die unter Schizophrenie leiden, in der Lage, selbständig Entscheidungen zu treffen?

Personen, die an Schizophrenie erkrankt sind, können üblicherweise wie alle anderen Menschen Entscheidungen über all jene Bereiche treffen, die ihnen wichtig sind.

Vereinzelt
kann es aber dazu kommen, dass jemand durch seine Krankheitssymptome sehr stark beeinträchtigt ist. Beispielsweise können starke Konzentrations- oder Wahrnehmungsstörungen (z.B. akustische Halluzinationen in Form von Stimmen, die jemand hört), dazu führen, dass die Urteilsfähigkeit in manchen Bereichen eingeschränkt ist. So kann es dazu kommen, dass jemand aufgrund seiner beeinträchtigten Urteilsfähigkeit von anderen Menschen ausgenützt wird (z.B. jemand wird überredet, sein Sparbuch herzuschenken).

Um zu vermeiden, dass jemand, dessen Urteilsfähigkeit durch eine psychische Erkrankung beeinträchtigt ist, Schaden nimmt, kann vom Gericht ein Sachwalter bestellt werden. Ein solcher Sachwalter ist nur für ganz bestimmte Aufgaben zuständig. Im Falle des erwähnten Beispiels könnte ein Sachwalter für größere Bankgeschäfte bestellt werden. In diesem Fall kann der Kranke Geldbeträge für den täglichen Gebrauch von seinem Konto abheben: Wenn er aber jemandem ein Sparbuch schenken will, muss der Sachwalter zustimmen.

Die Bestellung eines solchen Sachwalters können der Kranke selbst oder nahestehende Menschen beantragen. Sachwalter können Familienmitglieder, andere nahestehende Personen, Rechtsanwälte oder hauptamtliche Sachwalter sein. Um einem Missbrauch vorzubeugen, muss ein unabhängiges Gericht über die Bestellung eines Sachwalters entscheiden.

Sachwalterschaft
 
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