Was ist Schizophrenie? Drucken
Was ist Schizophrenie?

Schizophrenie ist eine Erkrankung, die zu Störungen der Informationsverarbeitung, zu Trugwahrnehmungen, Ängsten und Wahnideen führen kann. Der Begriff „Schizophrenie“ wurde vom Schweizer Psychiater Eugen Bleuler geprägt. In einem 1911 erschienenen Buch beschreibt er die „Gruppe der Schizophrenien“. Mit dem Wort „Gruppe“ bringt er zum Ausdruck, dass es verschiedene Formen dieser Krankheit gibt. Gemeinsam ist den Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, dass sie auf der Basis eines sogenannten Vulnerabilitäts-Stress-Modell verstanden werden können
In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) werden viele Unterformen von Schizophrenie unterschieden, wie Paranoide Schizophrenie, Katatone Schizophrenie, Undifferenzierte Schizophrenie, Hebephrene Schizophrenie, Schizophrenes Residuum, Postschizophrene Depression. Die verschiedenen Formen von Schizophrenie können sich im jeweiligen Zustandsbild oder auch im langfristigen Verlauf unterscheiden. Die Art der Symptome kann von Krankheitsepisode zu Krankheitsepisode wechseln. Das ist ein Grund dafür, warum manche Patienten im Laufe der Erkrankung mehrere verschiedene Diagnosen genannt bekommen.

In der Bevölkerung werden die Begriffe „Schizophrenie“ und „schizophren“ manchmal fälschlicherweise für „gespaltene Persönlichkeit“ oder Widersprüchlichkeit verwendet. Wegen der vielen Missverständnisse um den Begriff „Schizophrenie“ wird manchmal auch der allgemeinere Begriff „Psychose“ verwendet, worunter man Krankheitsbilder versteht, die mit Wahnideen, Halluzinationen oder Denkstörungen einhergehen.
 
Weiter >