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Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der elterlichen Betreuung von Schizophrenie-Kranken? Drucken

(Wancata et al., Neuropsychiatrie 2008)

Insgesamt wurden 101 Mütter und 101 Väter derselben PatientInnen mit der Diagnose Schizophrenie oder schizoaffektive Störung entsprechend ICD-10 untersucht. Es zeigte sich, dass im Mittel Mütter signifikant mehr Zeit als Väter persönlich oder telephonisch in Kontakt mit den Kranken stehen. Bezogen auf die einzelnen Kranken zeigte sich, dass in etwa der Hälfte der Fälle die Mütter mehr Zeit aufwandten, bei nahezu 40% aber Mütter und Väter gleich viel Zeit aufwandten. In 12% der Fälle verbrachten die Väter mehr Zeit in persönlichem oder telephonischem Kontakt mit den Kranken als die Mütter. Bei anderen erfassten Variablen bezüglich der Betreuungsintensität von Müttern und Vätern (z.B. Sachwalterschaft, Betreuung des Haushalts der Kranken, finanzielle Ausgaben) fanden sich keine Unterschiede zwischen Müttern und Vätern.

 pdf Geschlechtsunterschiede bei Angehörigen 335.03 Kb

 
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